Prof. Honerkamp – Pythagoras

https://scilogs.spektrum.de/die-natur-der-naturwissenschaft/die-vorsokratiker-die-mathematik-der-pythagoreer/

Hallo Prof. Honerkamp.

Meine Mittagspausen-Entspannung ist der nächste kleine Kommentar.

Gerade das Ende zu einem „pythagoreischen Komma“ war interessant, das kannte ich so noch nicht. Danke.

Vielleicht haben sie einen Gedanken von Pythagoras noch für eine spätere Stelle bei Platon aufgespart, aber ich vermisse diesen und halte ihn für sehr bedeutsam: Das Wissen um die Geometrie offenbart einen besonderen Weg im Finden von Wahrheiten, nämlich z. B. sich von „gezeichneten“ Dreiecken zu lösen und zu erkennen, dass es nicht darauf ankommt, die Winkel wirklich zu messen, um dann eine Winkelsumme von 179° oder 181° in Summe zu errechnen. Oder noch tragischer: Mit einem Lineal hat ein Quadrat mit der gesetzten Seitenlänge 1 eine messbare Diagonale. Aber es keimte das Verständnis auf: Wow, man kann „vor dem geistigen Auge“ eine höhere Wahrheit erblicken, gezeichnete Dinge auf dem Papyrus sind immer „weniger wahr“!

Das ist meines Erachtens der Kern des Höhlengleichnisses: Das Messen ist ein schwaches Deuten von Schatten, man muss die „idealen“ Formen betrachten, nicht messen.

Mahlzeit

Bührig