KPK – Karlsruher Physik-Kurs von Prof. Herrmann

Es freut mich, von Hr. StD Pohlig und Hr. Prof. Herrmann folgende Materialien genannt bekommen zu haben.

http://www.physikdidaktik.uni-karlsruhe.de/kpk_material.html

http://www.physikdidaktik.uni-karlsruhe.de/download/atome_kerne_teilchen_sekii.pdf

Herr Prof. Herrmann sieht es „didaktisch“ für gut an, ein „Elektronium“ einzuführen. Ein Gedanke, welcher meiner Idee nicht ganz unähnlich ist. Weiterhin wird Madelung erwähnt. Beide Positionen bemühen sich intensiv, die rein statistische Interpretation in der Lehre zu vermeiden, welche daran krankt, in Sätzen zu enden, das Elektron müsse gleichzeitig überall um den Atomkern herum existieren (mit Zonen, welche wahrscheinlicher als Aufenthaltsort sind – wenn man misst).

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Man kann nun Gleichung (4) als Kontinuitätsgleichung der elektrischen Ladung und Gleichung (5) als Kontinuitätsgleichung der Masse lesen. Die Gleichungen (4) und (5) bringen die Erhaltung der elektrischen Ladung bzw. der Masse zum Ausdruck.

Diese Interpretation bedeutet, dass man sich vorstellt, die Hülle des Atoms bestehe aus einem kontinuierlich in der Umgebung des Kerns verteilten Stoff, der im Allgemeinen auch strömt. Döring [3] bezeichnet diesen gedachten Stoff als „Elektronenmaterie“. Wir wollen ihn im Schülertext etwas kürzer „Elektronium“ nennen.

Das Elektron besteht in diesem Modell aus Elektronium, so wie ein See aus Wasser oder eine Münze aus Metall.

Ich wünschte mir, beide Herrn würden mein Buchprojekt als Mentoren fördern. Auch ich sehe meine Arbeit am besten im Rahmen der Lehre der Quantentheorie in der Schule aufgehoben. Auch meine Gedanken zur Relativitätstheorie. Meine Ambition war es immer, das Verstehen zu retten. Oder um Popper zu zitieren: Die Rationalität. Es geht mir nicht um einen Streit um die Wahrheit gegen professionelle Physiker. Aber die Kinder tun mir leid, welche verführt werden, an anti-rationale Erklärungsmuster zu glauben. Hier halte ich die Fahne Einsteins und Schrödingers hoch, um den Kampf als nicht aussichtslos ins Bewusstsein der Schüler zu bringen. Zumindest die Jugend soll noch Hoffnungen haben.

Bei der Gelegenheit erwähne ich noch Prof. em. Fritsche aus Karlsruhe, welchen ich ebenfalls in der Runde kennengelernt habe. Und weise auf ein Buch von ihm hin: „Quantenmechanik“ in der Reihe: „Für Ahnungslose“.

Er zeigte sich als großer Kritiker der Lehren Bohrs und Heisenbergs. Auch er kämpft für eine realistische Quantentheorie. Seine Waffe ähnelt aus meiner Perspektive sehr dem Lösungsansatz von Popper, die Zufallselemente durch eine ontologisch interdeterministische Schicht im Sinne von virtuellen Teilchen realistisch werden zu lassen. Bin gespannt, wie er darauf reagieren wird, wenn ich ihm Popper nahebringe. Ihm sei Popper bisher nicht als Mitstreiter gegen Heisenberg bekannt gewesen. Im Übrigen ist er Jahrgang 1929, also stolze 90 Jahre alt. Was man ihm nicht anmerkt, er strotzt vor Energie und ist ein besonders geistreicher Erzähler, es macht größte Freude, ihm zuzuhören.

http://lothar-fritsche.de/